Astrofotografie

Zentaur und Zirkel


Ort und Zeit

Gästefarm Hakos/Namibia
6. Juli 2010
18:50 Uhr bis 19:50 Uhr UT

Montierung, Kamera, Optik

Vixen New Atlux
Canon EOS 1000 Da
Canon EF 85/1,8 @ f/4

Belichtung

15 x 4 = 60 Minuten
ISO 400


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⇒ 958 x 638 Pixel
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Erläuterungen

Inmitten der südlichen Milchstraße liegt das bekannte Sternbild Zentaur (lat.: Centaurus, Abk.: Cen) mit den beiden hellen Hauptsternen Alpha und Beta Centauri. Nur ein kleiner Teil des großen Sternbildes ist hier im Bildfeld.

Alpha Centauri, auch Rigil Kentaurus oder Toliman genannt, gehört mit einer Entfernung von nur 4,34 Lichtjahren zu den sonnennächsten Sternen. Nur Proxima Centauri, ein schwacher roter Zwergstern, steht uns noch etwas näher. In der Liste der scheinbar hellsten Sterne steht Alpha Centauri nach Sirius, Canopus und Arcturus an vierter Stelle. Beta Zentauri (rechts) erscheint deutlich bläulich und ist mit etwa 530 Lichtjahren sehr viel weiter entfernt als Alpha Centauri.

Wenn man die Verbindungslinie zwischen Alpha und Beta Centauri etwa 2,5 Mal nach Westen verlängert, findet man das Kreuz des Südens (lat.: Crux, Abk.: Cru). Im englischen Sprachgebiet werden die beiden Sterne deshalb auch "Pointer-Stars" genannt.

Anders als der Zentaur hat das Sternbild Zirkel (lat.: Circinus, Abk.: Cir) keinen mythologischen Hintergrund. Das nur aus relativ schwache Sternen bestehende Sternbild wurde erst im 18. Jahrhundert von dem französischen Astronomen Nicolas Louis de Lacaille eingeführt.