Astrofotografie

Der Pfeifen-Nebel und der Zwergplanet (1) Ceres


Ort und Zeit

Gästefarm Hakos/Namibia
8. Juli 2010
22:00 Uhr bis 23:30 Uhr UT


Montierung, Kamera, Optik

Vixen New Atlux
Canon EOS 1000 Da
Canon EF 85/1,8 @ f/4

Belichtung

15 x 6 = 90 Minuten
ISO 400


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⇒ 958 x 638 Pixel
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Erläuterungen

Nicht nur die leuchtenden Gasnebel der Milchstraße, sondern auch Dunkelwolken, die aus interstellarem Staub bestehen und in der Milchstraße häufig anzutreffen sind, bieten reizvolle astrofotografische Motive.

Der Pfeifen-Nebel im Sternbild Schlangenträger (lat.: Ophiuchus, Abk.: Oph) - so genannt wegen seiner an eine rauchende Pfeife erinnernden Form - ist nach dem Kohlensack im Kreuz des Südens eine der markantesten Dunkelwolken und am dunklen Himmel mit bloßem Auge sichtbar. Das Licht der dahinter stehenden Sterne wird fast vollständig absorbiert. Wenn man genau hinschaut, erkennt man an seinem nördlichen Ende einen winzigen, schlangenförmigen Fortsatz, den markanten Schlangen-Nebel (B 72).

Zum Zeitpunkt der Aufnahme stand im Pfeifen-Nebel der Zwergplanet (1) Ceres, den Guiseppe Piazzi in der Neujahrsnacht 1801 in Palermo als erstes Objekt dieser Gattung entdeckte. Er weist einen Durchmesser von 975 km auf und war zum Zeitpunkt der Aufnahme 7,6 mag hell und 283,3 Mio km entfernt.

Außerdem befinden sich die Kugelsternhaufen M 19 und M 62 im Bildfeld, die 28.000 bzw. 22.500 Lichtjahre entfernt sind. Wenn man genau hinschaut, erkennt man, dass M 62 im Gegensatz zu M 19 durch vorgelagerten Staub deutlich rötlich erscheint.