Astrofotografie

Die Milchstraße im Skorpion


Ort und Zeit

Gästefarm Hakos/Namibia
6. Juli 2010
21:35 Uhr bis 22:35 Uhr UT

Montierung, Kamera, Optik

Vixen New Atlux
Canon EOS 1000 Da
Canon EF 85/1,8 @ f/4

Belichtung

15 x 4 = 60 Minuten
ISO 400


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Weitere Auflösungen

⇒ 958 x 638 Pixel
⇒ 1.950 x 1.300 Pixel
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Erläuterungen

Folgt man dem Band der Milchstraße von der unten im Bild sichtbaren Stachelspitze des Skorpion (lat.: Scorpius, Abk.: Sco), so gelangt man in ein Gebiet, das übersäht ist mit Sternhaufen, Nebeln und Dunkelwolken - ein wahres El Dorado für Astrofotografen.

Die in etwa diagonal durch das Bild verlaufende Zone ausgedehnter dunkler Wolken des interstellaren Staubes markiert in etwa den Verlauf des galaktischen Äquators, also der Symmetrieebene unserer Milchstraße, deren Zentrum sich am nörlichen Rand des Bildfeldes in einer Entfernung von rund 26.000 Lichtjahren hinter dichten Staubwolken verbirgt.

Im östlichen (linken) Bildteil befinden sich die hellsten Sternwolken der Milchstraße im Sternbild Schütze (lat.: Sagittarius, Abk.: Sgr). Unter dem dunklen Himmel Namibias reicht ihr Licht aus, einen deutlichen Schatten zu erzeugen.

Die bekanntesten Himmelsobjekte im Bildfeld sind sicher die offenen Sternhaufen M 6 und M 7 sowie der Katzenpfoten-Nebel (NGC 6334) und der Hummer-Nebel (NGC 6357). An diesen beiden Nebeln wird sehr schön die Extinktion durch vorgelagerte Staubwolken deutlich. Bei genauem Hinsehen erscheint NGC 6357 deshalb in einem tieferen Rot als NGC 6334.